Umweltzentrum Schwarzwald Baar Neckar -

Fortführung bewährter Umweltbildung in Verbindung mit immer wieder neuen Themen und Angeboten aus dem grünen Bereich: Die Mischung macht's!

Mit Zufriedenheit betrachtet Michael Neuenhagen, Vorsitzender des Trägervereins, das rege Treiben im Haus. Nicht nur für Besuchergruppen des Neckarursprungs und des Naturschutzgebietes, sondern vor allem höchst unterschiedliche Akteure aus Umweltschutz, Wirtschaft und Forschung nutzen das im Möglingshöhepark angesiedelte Haus. "Diese Vielfalt an Angeboten und Nutzergruppen entspricht der Zielsetzung unserer Einrichtung: Wir wollen die unterschiedlichen Gruppen an einen Tisch bringen und sie dabei unterstützen, Netzwerke und Wissensaustausch zu realisieren" fasst Neuenhagen das Grundkonzept des Hauses zusammen. Dass das Umweltzentrum sich nicht scheut, auch kontroverse Themen aufzugreifen, zeigt ein Blick in den Veranstaltungskalender. So trafen zum Beispiel schon Gegner und Befürworter des Windparkes auf der Länge zu einem fairen und sachlichen Austausch zusammen, auch die Rückkehr des Wolfes und die damit verbundenen Probleme und Ängste war schon Thema von vielbeachteten Veranstaltungen.

(Bild: UWZ SBN: Schulkurs Führung auf dem Vogellehrpfad mit Dagmar Lode)

Große Freude bereitet dem Team, dass im vergangenem Jahr 2415 Kinder das Umweltbildungsprogramm des Zentrums nutzten.  "Seit das Umweltzentrum im Jahre 2012 durch das Schulamt zum einzigen Außerschulischen Lernort im Landkreis gemacht wurde, verzeichnen wir alljährlich eine deutliche Steigerung der Besucherzahlen und der Angebotsvielfalt. Schulamt und Umweltzentrum leisten so gemeinsam einen bedeutenden Beitrag zur Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele des Landes" erläutert der vom Schulamt eingesetzte Lehrer Johannes Nonnenmacher, der die Angebote koordiniert und dabei von der Pädagogik Arbeitsgruppe des Umweltzentrums unterstützt wird. Schüler aller Altersstufen und Schulformen nutzen das breite Angebot zur Ergänzung des Lehrplanes und erhalten in der Natur bleibende Eindrücke, die den Lehrplan sinnvoll ergänzen.

(Bild: UWZ SBN: FH-Studenten berechnen mit Schülern den ökologischen Fußabdruck)

Traditionell steht auch das Naturschutzgebiet Schwenninger Moos im Fokus der Arbeit des Umweltzentrums. Hier wird Z. B.  gemeinsam mit örtlichen Fachleuten die Entwicklung des Vorkommens seltener Vogelarten dokumentiert, im Rahmen des Teambuildingprogrammes werden Pflegemaßnahmen im Moos durchgeführt und nicht zuletzt dient das Zentrum als Plattform für Fachgruppen, die sich mit Pflege und Erhalt des Naturschutzgebietes vor den Toren Schwenningens befassen.

(Bild: J. Tausendfreund: Teambuilding mit Azubis des Landratsamtes und Naturschutzgroßprojekt Baar im Schwenninger Moos)

Das Interesse der Besucher aus Nah und Fern an den Moosführungen ist anhaltend hoch. Die Führungen bieten tiefere Einblicke und Verständnis in das besondere Naturschutzgebiet und sind darüber hinaus ein Naturerlebnis. In der Obhut der Moosführer, die seit 2010 regelmäßige qualifizierte und unterhaltsame Exkursionen durchführen, entdecken auch langjährige Kenner des Gebietes Neues und Bemerkenswertes. "Im kommenden Jahr wird unser Führungsangebot 10 Jahre alt. Zum Jubiläum haben wir neben dem Bewährten völlig neue Angebote für Gruppen und Familien geplant. Diese werden, wie auch die beliebten Vogelführungen mit unseren Vogelexperten Dagmar Lode und Ernst Beiter auf unserer Homepage www.umweltzentrum-sbn.org angekündigt werden" verspricht Angie Manton, Hausleitung im Umweltzentrum.

 

Dass das Umweltzentrum nicht nur eine Plattform für Ihre vielen Partner aus Naturschutz und Wirtschaft darstellt, sondern auch selber aktiv anpackt, zeigt sich auch am Angebot von Teambuildingmaßnahmen für Unternehmen. "Das Angebot in Zusammenarbeit mit Fachexperten aus dem Naturschutz und dem Teamcoach Jörg Tausendfreund wird von immer mehr Firmen und Behörden genutzt. Die Teilnehmer lernen nicht nur aktive Naturschutzarbeit kennen, sie wachsen auch als Team zusammen und können das Erlebte im beruflichen Bereich nutzen. Dass bei diesen Einsätzen auch der Spaß und das gemeinsame Essen nicht zu kurz kommen, trägt sicher auch zur Beliebtheit des Angebotes bei" erzählt Angie Manton.

(Bild: UWZ SBN: Teamsequenz in der Natur mit Jörg Tausendfreund und Mitarbeiter von MAICO Ventilatoren)

Gleich zweimal in diesem Jahr konnte Staatssekretär Andre Baumann im Hause begrüßt werden. Er eröffnete die von der Kompetenzstelle für Energieeffizienz (KEFF) initiierte Ausstellung „topRUNNeR - Unternehmen der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg“. Er unterstützte auch den Neckar Aktionstag und radelte auf dem Neckarradweg bis Deißlingen, wo er von einer weiteren Neckar Aktionsgruppe in Empfang genommen wurde. Das Programm in VS für diesen Tag wurde mit großem Engagement von Beiratsmitglied Klaus Schmidt auf die Beine gestellt.

Die Wanderausstellung des Umweltministeriums "Effizienzpreis Bauen und Modernisieren" und der Vortrag der ehemaligen Landestierschutzbeauftragten Dr. Cornelie Jäger zu Problemen und Chancen in der Nutztierhaltung waren im Jahr 2019 weitere Beispiele für das breite Themenangebot.

"Wie stark das Umweltzentrum mittlerweile in der Region verwurzelt ist, sieht man nicht zuletzt auch anhand der umfangreichen Berichterstattung im diesjährigen Kreisalmanach und der beliebten Veranstaltungsreihe "Freitags im Umweltzentrum" mit der VHS Villingen-Schwenningen, sondern auch anhand der wachsenden Zahl von Partnern aus allen Bereichen, die das eigene Angebot ergänzen. So ist dem Team auf der Möglingshöhe vor der Zukunft nicht bange. Gefragt nach den Wünschen des Umweltzentrums für das neue Jahr fasst Vorstandmitglied Armin Schott zusammen: "Wir wünschen uns, dass die Bevölkerung weiterhin neugierig bleibt und Freude und Anregung aus unserem breiten Angebot bezieht. Natürlich können wir unsere Arbeit nur Dank der Unterstützung von unseren Partnern sowie der Stadt Villingen-Schwenningen, dem Landkreis und dem Land Baden-Württemberg leisten. Hierfür sind wir dankbar und hoffen auch für die Zukunft auf deren Unterstützung.

Neu am Umweltzentrum ist das Angebot ein er Umweltwerkstatt. Unter der Leitung von Melanie Scholl erproben die Teilnehmer, wie aus einfachen natürlichen Ausgangsprodukten Putzmittel und Kosmetika aus wenigen Komponenten und ohne großes Müllaufkommen selbst hergestellt werden können. Dieses Programm für mehr Nachhaltigkeit und Müllvermeidung soll in Zukunft auch in Form einer Umweltschulwerkstatt für Schulen angeboten werden.